Feierliche Übergabe des neuen TLF 20/40
 Die beiden Fahrzeuge
der Ortswehr Handewitt standen fast nebeneinander. Nur eine kleine Lücke
klaffte zwischen dem neuen Tanklöschfahrzeug (TLF 20/40 SL) und seinem
Vorgänger (TLF 16/25). Dieser Abstand wuchs immens, sobald der Betrachter
Aspekte wie Alter, Kaufpreis und Technik mit einfließen ließ. Das
alte Vehikel stammt aus dem Jahr 1965, befindet sich seit 1978 in der
Geestgemeinde und soll nur 65 000 Mark gekostet haben. Dafür gibt es
heute noch nicht einmal ein Fahrgestell, meinten die Fachleute mit Blick
auf die Neuanschaffung. Sie war rund zehn Mal so teuer, ist auf dem modernsten
Stand der Feuerwehrtechnik und wie Wehrführer Peter-Walter
Johannsen betonte wichtig für den optimalen Schutz der
Bürger sowie für eine sichere und schnelle Rettung.
Bürgermeister Dr. Arthur Christiansen überreichte Wehrführer
Johannsen, dem stellvertretenden Gemeindewehrführer Detlef Hansen und
Gerätewart Erik Petersen im Beisein von Kreisbrandmeister Rainer Erichsen
den Schlüssel. Eine Planungszeit von rund drei Jahren lag hinter der Wehr,
als der neue 15-Tonner im Mai direkt vom Hersteller im brandenburgischen
Luckenwalde abgeholt wurde. Inzwischen hat er bei einem Hausbrand im Ortsteil
Hüllerup seine enorme Funktionstüchtigkeit bewiesen. Gutes
Werkzeug ist die halbe Arbeit, sagte Detlef Hansen und freute sich
über den hohen Stellenwert, den die hiesigen Wehren genießen
würden. Diese Wertschätzung kommt nicht von ungefähr.
Bürgermeister Christiansen sprach von einem
Konversionsprojekt, da nach dem weitreichenden Abzug der
Bundeswehren gerade die Feuerwehren in Autobahnnähe eine verbesserte
Ausstattung erhalten hätten. Deshalb führt das neue Fahrzeug nicht
nur 4500 Liter Löschwasser mit sich, sondern auch 500 Liter Schaummittel.
Schutzanzug und Stiefel reichen heute nicht mehr aus, von uns wird mehr
erwartet, wies Rainer Erichsen auf die Aufgaben in den Bereichen
Brandschutz, Technische Hilfe und Katastrophenschutz hin. Übrigens: Das
alte Fahrzeug landet nicht auf dem Schrottplatz. Es wird sich bei
Oldtimer-Treffs in Deutschland und Dänemark der Öffentlichkeit
zeigen. |